Lieber Leser,
so wie jeder Text eine Stimmung vermittelt, so ist dieses Buch getragen von den Emotionen, die ich zum Thema Nationalschulden entwickelt habe. Von meiner schlesischen Mutter habe ich die Schöngeistigkeit, die mich mit dem Land der Dichter und Denker verbindet. Von meinem sorbischen Vater habe ich die slawische Leidenschaft, die mich in England, wo ich 27 Jahre gelebt habe, am besten mit den Kelten und den real people (echte Menschen) aus Yorkshire verband. Dort „sagt man Spaten zu einem Spaten“, d.h. man nennt die Dinge beim Namen, so wie sie sind, ohne drum rum zu reden, ohne Verbrämung oder gar Verschleierung.
In England lernte ich das Thema kennen. Dort versuchte ich, meine mehr und mehr wachsende Wut über die Gemeinheit des Systems in Taten umzusetzen: meine Machtlosigkeit setzte ich in Kommunikationen mit Menschen an der Macht um. Nachdem ich Lord Sudeley[1] kennen gelernt hatte, gründete ich mit ihm das Forum für Stabile Währungen[2] am House of Lords. Aber was hat sich geändert? Es scheint, als ob alles nicht nur schon gedacht und geschrieben worden ist, sondern mittlerweile auch per Video und als Webseite sichtbar wurde. Aber Nationale Schulden gehören zum Bereich „grosse Zahlen“, mit denen ganze Völker weiter nicht nur verdummt sondern auch verkauft werden. Erklärt oder untersucht wird das Thema jedenfalls nicht von den grossen etablierten Medien.
Im deutschsprachigen Raum müsste es dazu angewendet werden, um mindestens die Arbeitgeber und Angestellten der Europäischen Zentralbank[3] und der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich[4] zu bilden, wenn nicht auch der anderen Zentralbanken sowie aller Banken, Börsen und Finanzunternehmen. Denn es geht um menschliche Bildung, die mehr umfasst, als nur einen Job auszuführen. Es geht um die Zusammenhänge, in denen dieser Job ausgeführt wird. Und wenn man an Quellen arbeitet, die Geld produzieren, das in Bankkonten, Brieftaschen und Kreditkarten von 325 Millionen Europäern landet, sollte man nicht nur ausgebildet, sondern auch gebildet sein. D.h. man sollte ein Bild davon haben, woher Geld kommt und wohin es geht, und warum wohl der Euro die D-Mark und die anderen Währungen vertrieben hat. In wessen Interesse war das wohl? Wer hat davon profitiert?
Follow the money (folge der Geldspur) ist eine wichtige Devise, wenn man versucht, Ursachen und Motive zu verstehen. Denn man kann sich sonst restlos verlieren in schwer verständlichen finanziellen Begriffen, Interpretationen und Meinungen, Kommentaren und Ratschlägen. Aber was sich verschlimmert, sind die Auswirkungen eines Geldsystems, das so böse und kriminell ist, dass es mich immer wieder wundert, wie es möglich ist, dass die Drahtzieher so lange ungestraft davon gekommen sind.
Aber Mayer Anselm Rothschild (1744 – 1812)[5], der die Rothschild Bank begründete, soll gesagt haben: „Erlaube mir, das Geld einer Nation herauszugeben und zu kontrollieren, und es kümmert mich nicht, wer ihre Gesetze macht.“ Die Ideen von Rechtsstaat[6] und Recht und Ordnung (law and order)[7] reichen also nur so weit wie die Geldbörse von Geldschöpfern und Drahtziehern.
Als ich mit 22 beim CERN[8] (Europäisches Kernforschungszentrum) in Genf als Systemanalytikerin zu arbeiten begann, wurde ich immer rot, wenn ich einem Juden sagen musste, dass ich deutsch bin. Später habe ich mir gesagt, dass die Nazis nur „ihren Job ausführten“ – gegen Bezahlung und mit deutscher Qualitätsarbeit. Wer hat sich dafür interessiert, woher Hitler Geld bekam?[9]
Müssen wir weiterhin kollektiv unter schlechtem Gewissen leiden, oder können wir jetzt online den wahren Ursachen nachgehen, die zum ersten und zweiten Weltkrieg geführt haben? Meine Mutter rettete mich aus der Bombennacht in Dresden. Ich bin es ihr schuldig, mein Bestes dazu beizutragen, dass Ähnliches nicht wieder von Menschen veranstaltet wird und ertragen werden muss.
Das Internet ist ein grösseres Lexikon als ein Knaur oder Brockhaus es jemals werden konnte. Wir können uns über alles informieren, was uns interessiert. Wir brauchen keine Nicolaikirche, um uns mit Gleichgesinnten zu treffen, wir können auch digital „Wir sind das Volk“ singen.
Was aber ist nötig, um die Zusammenhänge zu verstehen, die zu politischem Machtmissbrauch, militärischen Kriegen und finanziellen Krisen führen? Was müssen wir bei Google eingeben, um den Sinn dahinter zu sehen, dass Demokratie und Freiheit mit Kriegen und Staatsschulden „verteidigt“ werden sollen? Was müssen wir lesen, um zu hinterfragen, ob die Finanzkrise über uns eingefallen ist wie ein Unwetter? Könnten Geschädigte durch Erstattungen von Versicherungen davon profitieren?
Welche Suchmaschine hilft uns dabei, die Absichten derer zu hinterfragen, die der amerikanische Aktivist und Dokumentarfilmproduzent Michael Moore[10] mit seinem neuesten Film Capitalism: A Love Story[11]zeigt: Wall Street und „America GmbH“, das sich seit dem zweiten Weltkrieg in Europa breit gemacht hat. Die Verlagerung der Macht von Politik und Staat auf Finanzen und Konzerne ist dadurch ein Teil der „Verwirtschaftung“ der Völker, dass Firmen, die mit Geld Geld machen, sich jenseits der Gesetze bewegen. Wenn dann Firmen, die aus dem Verkauf von Waren weltweit Geld für ihre Aktionäre machen, kann man sich vielleicht vorstellen, dass ihre Macht weit grösser ist als die von nationalen Politikern. Dass die Finanzwelt auf Kontrolle der Welt durch eine Weltwährung[12] abzielt, wird von Tag zu Tag klarer – für die, die es sehen und hören können und wollen.
Ich gebe Ihnen deshalb viele Fussnoten als Hinweise auf Webadressen, damit Sie sich selbst weiter informieren können. Wie sich Ihr Weltbild dadurch verändern mag, kann niemand absehen. Ich bin es mir und Ihnen aber schuldig, besten Wissens und Gewissens das mitzuteilen, was ich weiss und verstehe und nicht einfach glaube!
Uns bleibt weiterhin zu fragen, welchen Gesetzen wir folgen, wenn wir uns mit dem Thema Schulden befassen, die im Namen einer Nation, eines Staates oder einer Regierung gemacht werden. Folgen wir innerlich moralischen Richtlinien, die sich durch unser Gewissen äussern? Folgen wir äusserlich natürlichen Gesetzen, die uns den Klimawandel präsentieren, oder den nieder geschriebenen, die Juristen und Richter interpretieren, weil sie dafür bezahlt werden, Gerechtigkeit zu verbreiten?
Und so schreibe ich unter Seufzern, und doch in der Hoffnung, dass dieser Text als der nächste Tropfen auf dem ach so heissen Stein nicht verdampft, ohne Ihnen wenigstens Neues zu vermitteln, das Sie zum Weiterlesen und möglicherweise gar zum Weiterkommunizieren anspornt. Ich hoffe, dass Ihr Gewissen Ihnen dabei dankbar sein wird.
Sabine Kurjo (auf englisch McNeill¸ seit ich in England mal verheiratet war.)
[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Merlin_Hanbury-Tracy,_7th_Baron_Sudeley
[2] http://www.forumforstablecurrencies.org.uk/
[3] http://www.ecb.int/ecb/html/index.de.html
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Mayer_Amschel_Rothschild
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsstaat
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Law_and_Order_(Politik)
[8] http://public.web.cern.ch/public/
[9] http://www.wahrheitssuche.org/hitler.html
[10] http://www.michaelmoore.com/
[11] http://www.michaelmoore.com/words/mikes-letter/great-opening-night-do-not-put-seeing-capitalism-love-story-go-tonight-all-wall-street-watching






































