Geldschöpfung[1] ist der Mechanismus, den Banken und Zentralbanken praktizieren und damit den Effekt des zinsfreien Bargeldes eines Staates verfälschen.
In Amerika wird die Geldschöpfung der Banken unter der Vorherrschaft der Federal Reserve Bank[2] von Money Masters[3] kritisiert. Die Webseite propagiert in amerikanischem Zusammenhang, was wir als Forum für Stabile Währungen[4] in England propagieren: ein sozialeres Geldsystem, zu dem viele verschiedene Mechanismen beitragen können.
Allen voran müssten die Zentralbanken dafür sorgen, dass Staaten und Regierungen nicht dazu benutzt werden, Kriege zu organisieren sondern Sinnvolleres zu finanzieren. Denn nur was finanziert wird, wird erforscht und getan.
Aber in all diesen hierarchischen Organisationen unterstehen auch Zentralbanken einer „oberen Herrschaft“, nämlich Gremien und internationalen Zusammenschlüssen, die Strategien beschliessen. Und diese Strategie heisst: Weltkontrolle mithilfe einer Weltwährung und einer globalen Zentralbank unter Benutzung von „regionalen“ Zentralbanken.[5] Zentralbanken schöpfen Geld für Geschäftsbanken.
In der freien Wirtschaft hilft die zweite Quelle von Geld: Geschäftsbanken mit ihren Krediten und ihrem Kern von Zinsen. Wenn wir jetzt an einer „Kreditkrise“ leiden, muss man fragen, ob die Quelle des Staates nicht kompensieren sollte. Aber Macht und Gier von Bankern scheinen mindestens genauso gross zu sein wie Ohnmacht und Unwissen von Politikern and dem allgemeinen Publikum.
„Inflation“ ist das Schimpfwort, das Drucken von Geld verpönt. Die hohe Inflation der Weimarer Republik[6] ist das ständige Argument, das Banker und Ökonomen vorbringen, wenn man empfiehlt, dass der Staat Geld drucken soll. Aber wie beim Essen und Trinken und allem Natürlichen, geht es auch beim Geld um das richtige Maß und die richtigen Grenzen. Grenzenlosigkeit gibt es nur bei exponentiellem Wachstum. Dieses aber wird durch Zinsen und Zinseszins gegeben. Je mehr Kreditgeld im Umlauf ist, umso mehr muss das Bargeld dazu herhalten, Zinsen zu finanzieren, und umso schneller müssen die Menschen rennen, um es sich zu besorgen.
Banken dürfen immerhin nicht nur unbegrenzt Kredite herausgeben, sondern haben dann noch das Recht, Werte einzuklagen. Muss das so sein?
Quantitative easing[7] oder quantitative Lockerung[8] heisst es, wenn’s Zentralbanken tun: das Schöpfen von Geld aus der heissen Luft, aus dem Nichts, um es als Kredit gegen Zinsen zu verleihen. Cui bono[9]? Wem zum Vorteil? Und man fragt sich, warum.
Nur das Gefühl der Macht als Gefühl der Kontrolle kann das erklären. Wenn man sich jemals damit befasst hat, was das Bewusstsein eines Menschen ist und ausmacht, dann weiss man, dass Macht und Kontrolle Zeichen von Unbewusstsein sind. Insofern muss man sich an die Worte Jesu erinnern: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Gelegentlich habe ich aber doch den Eindruck, dass es ganz boshafte Strategen gibt, die genau wissen, was sie tun, um nicht nur ihre Macht zu erhalten sondern auch auszuweiten. Aber wir sollten uns darauf beschränken, was wir selbst verändern können, als dass wir uns Gedanken über den „Feind“ machen. Nur müssen wir ihn kennen! Und in meiner Hymne an das Internet als Schlusskapitel werde ich Ihnen dazu einige Links geben. Im Internet findet man ausser Bewusstsein, und dessen Mangel oder Abwesenheit, noch andere Erklärungen, wie z.B. die Zugehörigkeit zu mehr oder weniger geheimen Clubs und Gesellschaften: die Bilderberger[10], Skull & Bones[11] und Freimaurer[12]. Zur Bewusstwerdung und Individuation, wie Carl Gustav Jung es genannt hat, gehört eben auch die Loslösung von Gemeinschaften, egal ob sie Kirchen, Sekten oder Fussballclubs sind. Ob man mehr und mehr sozialer eingestellt wird, je individuierter man im Laufe seines Lebens wird?
Zu meinem Buchprojekt wurde mir ein Zitat von Thomas Paine[13], einem der Mitbegründer der Vereinigten Staaten, geschickt: Wenn man in irgend einem Land auf dieser Welt sagen kann: unsere Armen sind glücklich; bei ihnen gibt es weder Unwissenheit noch Verzweiflung; in unseren Gefängnissen gibt es keine Gefangenen; auf unseren Strassen gibt es keine Bettler; unseren Senioren fehlt nichts, Steuern sind nicht ausbeuterisch; die rationale Welt ist mein Freund, weil Fröhlichkeit mein Freund ist. Wenn man diese Dinge sagen kann, dann kann das Land mit seiner Verfassung und seiner Regierung prahlen. Welch ein Armutszeugnis der Menschheit, dass es dieses Paradies auf Erden einfach noch nicht gibt. Aber wir sind vielleicht nur dazu da, uns und andere daran zu erinnern, was möglich ist…
Quittungen und Anonymität als „Gelddeckung“
Man darf wohl kaum über Währungen und Geld schreiben, ohne die Deckung[14] zu erwähnen, die, aufgrund von historischen Entwicklunen, hinter einer Währung steht. Es fing mit dem Wert des Metalls einer Münze an, bevor man zu Gold für Geldnoten überging.
Aber je mehr Kreditgeld in Umlauf kam, umso mehr wurde „Deckung“ durch den einzelnen Kredit gefordert anstatt dass die Währung in ihrer Gesamtheit durch den Herausgeber „gedeckt“ wurde.
Der Wert einer Währung hängt mit der Glaubwürdigkeit ihrer herausgebenden Institution zusammen. Solange es ein König war, war es eine Person. Seit Jahrhunderten geht es aber um Gesellschaften als juristische Personen - um persönliche Verantwortung zu umgehen! Die tatsächliche „Deckung“ wird also nicht durch die Integrität von Menschen und ihren Werten gewährleistet, sondern durch Gesetze und Regeln, die so oder so interpretiert und mehr oder weniger befolgt werden. Dabei bestimmen schlimmstenfalls die tiefsten Taschen die jeweilig günstigste Auslegung.
Dass und wie wichtig Juristen sind, habe ich in England aus erster Hand mit erlebt, während ich in Deutschland keinerlei Erfahrung habe. In England habe ich aber auch erfahren, wie korrupt, gemein und gewalttätig Anwälte bei Wirtschaftskriminalität[15] oder white collar crime sein können. Ein ehemaliger Multi-Millionär (mit schlesischer Mutter, israelischem Vornamen und deutschem Namen) geht so weit, dass er meint, alle besonders Reichen werden zur Zielscheibe für Juristen, die im Auftrag von Leuten arbeiten, die es einfach nicht zulassen wollen, dass man zu ihrem Kreis von Reichen gehört. Seine Geschichte, für die er seit 15 Jahren Gerechtigkeit, Sinn und Erklärungen sucht, wird von einem Kollegen z.Zt. in Buchform gebracht. Das ist nicht leicht, denn juristischer Jargon ist genauso unverständlich wie medizinische und andere wissenschaftlichen „Privatsprachen“.
Ein Offener Brief[16] an den Chef der Bank of England ist nun unser Versuch, Licht in das moralische Dunkel zu bringen.
Der Grad juristischer Korruption ist von Land zu Land verschieden. Aber Banken haben immer mehr Geld, um Anwälte zu bezahlen als die Opfer von Verbrechen, die glaubten, in einem Rechtsstaat zu leben. Das ist wohl die Erkenntnis, die einen am fassungslosesten macht: dass man kein Vertrauen mehr in die Institutionen haben kann, die mithilfe von Geld geschaffen und unterhalten werden. Sollten wir alle „nur“ in einem riesigen Drama mitspielen, in dem es darum geht, zu seinem Wissen und Gewissen zu finden?
Banken sind dadurch als Institution unseres Vertrauen entstanden, dass Menschen ihr Gespartes an einen sicheren Ort brachten. Dort wurde ihnen eine Quittung gegeben, die sie brauchten, um ihr Geld wieder zu bekommen. Das Gesparte war die Basis für Banker, es denen zu verleihen, die es brauchten, wie bei Kreditgesellschaften oder Bauspargesellschaften.
Doch je mehr Geld im Umlauf war, und je mehr man sich dafür kaufen konnte, umso mehr stieg die Gier der Banker und ihrer Kunden. Und so verleihen Banker nicht nur weit über Gespartes hinaus sondern missbrauchen das Vertrauen ihrer Kunden noch auf viele andere Weisen.
Deshalb schrieb der ehemalige kanadische Banker John Tomlinson[17] das Buch Honest Money[18], wobei honest nicht mit „ehrlich“ sondern „redlich“ übersetzt wurde. Redliches Geld[19] ist auf dem Netz umsonst zu lesen: eine Herausforderung an Banker und ihr Gewissen und an Politiker und ihre Verantwortung der Öffentlichkeit gegenüber.
Aber ich denke, wir müssen uns eingestehen, dass Banker hierarchisch von ihren Arbeitgebern genauso benutzt werden wie Soldaten und andere Arbeitnehmer: sie tun das, was ihnen aufgetragen wird. Denn solange Geld zum Überleben notwendig ist, nimmt man lieber einen Job an, auch wenn er gegen das innere Gewissen geht, als gar keinen zu haben. Vor allem, wenn die „soziale Deckung“ wie Hartz IV nicht zum Überleben reicht.
Im schlimmsten Fall entwickelt sich die Globalisierung, die ich lieber Dollarisierung nenne, dahin, dass diejenigen, die zu den inneren Kreisen der Macht gehören, sich mit mehr und mehr Sicherheitspersonal umgeben, während der Rest verhungert oder auf andere Weise früher umkommt als ein vernünftiges und redliches Geldsystem erlauben würde. Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch, schrieb Friedrich Hölderlin in seinem Gedicht Patmos[20]…
Kredite, Schulden und Staatsschulden
Das Wesentliche an Krediten sind ihre Zinsen. Damit bekommt der Geldverleiher im Laufe der Zeit nicht nur sein Geld zurück, sondern mehr. Beim Schuldner ist die Pflicht der Zinsen eine permanente Last. Wie viele Menschen gibt es mittlerweile, die sich Geld leihen, um woanders ihre Zinsen zurück zu zahlen?! Welchen Unterschied würde es machen, wenn man sich Geld zinsfrei borgen könnte? Wo steht geschrieben, dass Banken dadurch gewinnbringend arbeiten müssen, dass sie Geld gegen Zinsen verleihen? Immerhin ist es in allen Philosophien und Religionen verboten, Geld aus Geld zu machen. Im Islam ist riba[21], Geld aus Geld zu machen, eine Todsünde. Auf deutsch Wucher, auf englisch usury – Jesus wusste, warum er die Geldverleiher aus dem Tempel vertrieb. Warum glauben wir, sie sind „gottgegeben“?
Staatsschulden sind so hoch, dass die Kreditsumme nie zurück gezahlt werden kann, egal von welcher Generation bei welchem Bevölkerungswachstum. Das ist ja auch nicht ihr Sinn, sondern der Sinn ist, für hohe Kreditverträge hohe Zinsen kassieren zu dürfen. Im Namen einer anonymen Firma, von der man sich hohe Beraterverträge zahlen lässt.
Mit der enorm wachsenden Staatsverschuldung Deutschlands seit 1960 zeigt sich hoffentlich, wie Verschuldung die neue Form von Versklavung ist und Zinszahlungen die dazu gehörigen Ketten.
[22]
Worin besteht der Unterschied, wenn Menschen wie Sie und ich einen Kredit aufnehmen oder wenn Regierungen Schulden machen?
- als Privatmenschen oder Firmen wenden wir uns an Banken, die das Recht haben, Hab und Gut einzufordern, wenn wir nicht mehr zahlungsfähig sind
- Regierungen kommen und gehen relativ schnell
- Nationalstaaten bestehen aber i.a. viel länger als einzelne Menschenleben, selbst bei unserer alternden Bevölkerung.
Nationalstaaten erlauben also langfristige Schulden, deren Zinsempfänger z.B. privilegierte Personen, besondere Banken, Stiftungen, Firmen oder andere Institutionene sein können. Was zeichnet Nationalstaaten gegenüber anderen Organisationsformen aus?
- sie haben eine eigene Währung, ein Militär, ein Rechtssystem, eine Regierung und das Recht, Steuern zu erheben
- wodurch kommen und gehen sie?
- sie werden im allgemeinen von Imperialmächten, u.a. nach Kriegen geschaffen
- und was bedeutet das Privileg, eine nationale Währung herauszugeben?
- der Wirtschaft ihren „Saft“ zu geben, und damit Arbeitslosigkeit, Reichtum und Armut zu beeinflussen
- wann und warum geht eine Nation bankrott wie eine Firma?
- da gibt es, glaube ich, keine Regeln. Aber es passiert sicher nicht aus „natürlichen“ Gründen sondern ist von Menschenhand gemacht – wie alles, was mit Geld zusammen hängt
- was bedeuten sie für ihre Bürger?
- die berühmte Heimat als das Land und die Kultur, zu der sie sich zugehörig fühlen
- das Umfeld, in dem sie ihr Leben mehr oder weniger erfüllend verwirklichen können
- soziale Versorgung durch Institutionen, die dadurch existieren, dass sie Angestellte (und Beamte) mit Geld bezahlen.
Wenn aber die öffentlichen Dienste schlechter und schlechter werden, weil öffentliche Gelder mehr und mehr fehlen, muss man doch fragen, woher Geld für die Öffentlichkeit kommt! Gab’s früher mehr? 1945 soll Norman Smith[23], der ein Parlamentsmitglied für die Labour Partei[24] war, gesagt haben, dass es immer genug Geld für Kriege gibt, aber nie genug für Gesundheit und Erziehung…
Was bleibt gleich, während Preise, Einkommen und Steuern steigen, aber Pensionen und Sozialleistungen nicht mit der Steigerung mithalten?
Des Staates Kern ist das nationale Geld, mit dem er seine Beamten bezahlt. Dazu gehören Justiz und Militär, während die freie Wirtschaft sehen muss, woher sie ihr Geld bekommt: Geld, das nicht auf Bäumen wächst, sondern in Städten kreiert wird und dessen Privileg bei Monarchen und Aristokraten lag, ehe Banker es ihnen aus der Hand nahmen.
Inwieweit Banken zur freien Wirtschaft gehören, ist eine Frage der historischen und politischen Entwicklung und auch der Grösse eines Landes. Schliesslich gibt es bei den Banken die gleichen Hierarchien wie bei vielen anderen Organisationsformen: von lokal, regional und national zu international.
Bei unsererem Treffen im House of Lords am 04.11.1999[25] trug John Tomlinson, der kanadische Autor von Redliches Geld[26] vor, worin der Unterschied zwischen den Bilanzen, die eine Bank vorlegt, besteht und denen von anderen Firmen. Nun unterscheiden sich die Regulierungen dieser Art von Buchhaltungen natürlich auch von Land zu Land. Entscheidend aber ist, dass Banken Geld aus Geld machen. Sie sind die Geldverleiher, die Jesus aus dem Tempel vertrieb. Wo andere Händler reale Waren verkaufen, haben Banker „Geldprodukte“ anzubieten. Daher gehören sie zu der Finanzwirtschaft, nicht der Realwirtschaft, für deren gutes Funktionieren sie ja eigentlich geschaffen sein sollten. In Europa ist die City of London[27] die Hochburg dieser finanziellen Aktivitäten. Sie ist innerhalb von Greater London[28] eine zeremonielle Grafschaft[29] mit ihrem eigenen Grafen als Bürgermeister, dem Lord Mayor[30].
Das Hauptmerkmal des staatlichen Geldes ist seine Zinsfreiheit! Aus Benutzersicht werden Münzen „umsonst“ geprägt, und Geld wird „umsonst“ gedruckt. Der Staat verdient sogar daran, dass es weniger kostet, Geld herzustellen als es wert ist. Dieses Einkommen heisst „Seigniorage[31]“: das Recht des Seigneurs, der heutzutage in der Form von Noten- oder Zentralbanken existiert.
Lohnt es sich, die Statistiken der europäischen Zentralbanken danach zu durchforsten, wieviel Seigniorage die einzelnen Staaten verloren haben, seit es die Europäische Zentralbank (EZB[32]) gibt?
In London ist der Machtkampf zwischen der City und Westminster, wo das Parlament tagt, historisch. Auf dem europäischen Festland geht es nicht um einen Machtkampf zwischen Frankfurt und Brüssel, denn in Frankfurt ist man unabhängig. Die Fragen sind eher:
- welchem Zahlmeister folgt man in Frankfurt?
- welche Finanzpolitik wird in wessen Interesse verfolgt?
Das Privileg, „Geld“ zu „drucken“
Die nächste Tabelle[33] wurde von dem Kanadier Mike Hewitt[34] zusammen gestellt. Sie vergleicht die Geldmengen verschiedener Länder: Mike hat auf dem Start seiner Webseite www.DollarDaze.org ein Zitat von Ben Bernanke[35], dem Chef der Federal Reserve Bank seit 01.02.2006.
Die Analyse schliesst 138 Länder ein und ist Teil einer Webseite, die zeigt, wie ein professioneller Investor sich Sorgen um den Wert des Geldes macht. Und das zu Recht. Ein ehemaliger Freund, der eng mit der World Future Society arbeitete, sagte immer: erst wollten sie unser Blut (für Kriege), dann wollten sie unsere Zeit (für Arbeit) und unsere Ideen (intellektuellen Besitz).
Nun aber geht es darum, die Ressourcen der Erde mit Geld zu kontrollieren: Öl, Mineralien, Rohstoffe, kurz alles, was als Waren an der Börse gehandelt wird.
| Land / Gemeinschaft | Währungscode | Menge (in US$ Billionen) | Prozentsatz aller Währung im Umlauf |
| EU | EUR | 1035.2 | 24.30 % |
| USA | USD | 850.7 | 19.97 % |
| Japan | JPY | 762.4 | 17.90 % |
| China | CNY | 492.3 | 11.56 % |
| Indien | INR | 140.3 | 3.29 % |
| Russland | RUR | 110.8 | 2.60 % |
| UK | GBP | 87.5 | 2.05 % |
| Kanada | CAD | 43.8 | 1.03 % |
| Schweiz | CHF | 40.3 | 0.95 % |
| Polen | PLN | 37.7 | 0.89 % |
| Brasilien | BRL | 37.3 | 0.88 % |
| Mexiko | MXN | 34.3 | 0.81 % |
| Australien | AUD | 32.4 | 0.76 % |
| Andere (89) | - | 554.9 | 13.03 % |
Diese Mengen sind lauter grosse Zahlen, bei denen meiner Ansicht vor allem das Verhältnis zählt, das so besser sichtbar gemacht wird. Aber was bedeutet es, dass es mehr Euros gibt als Dollars? Für den „Benutzer“ von Währungen kommt es auf den Wert an, also auf den Wechselkurs zu anderen Währungen. Fürs Image und für Politiker ist es aber wichtig, die Numero Uno zu sein. Diese Rolle wird durch die Leitwährung[36] gespielt, und die Bedeutung wird in dem Wikipedia-Eintrag klar gemacht: ein Land, dessen Währung ausserhalb seiner Grenzen genutzt wird, gewinnt Einfluss in den relevanten internationalen Organisationen: G20, Internationaler Währungsfonds, Weltbank. Und so ist Geld vor allem ein Mittel um zu kontrollieren:
- mit Währungsmengen kontrollieren Zentralbanken ganze Länder
- mit Regierungsschulden kontrollieren internationale Banker nationale Regierungen
- mit Krediten kontrollieren Banken private und öffentliche Schuldner
- mit Löhnen werden Arbeitnehmer von Arbeitgebern kontrolliert.
In der folgenden Grafik hat Mike die verschiedenen Arten von „Geld“, die eine Währung ausmachen, zusammen gefügt, um deren jeweiligen Anteil an der Gesamtmenge zu illustrieren, sowie das Wachstum in den letzten 30 Jahren. 1971 wurde als Anfangsdatum gewählt, da zu dem Zeitpunkt die Golddeckung des Dollars wegfiel.
Die Grafik stammt aus dem Artikel[37], in dem Mike das Wachstum der globalen Geldmenge beschreibt.
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Da erklärt er auch die verschiedenen Arten von „Geld“, wobei er ein Spektum von „besonders flüssig als Tauschmittel“ bis Geld als „Wertanlage“ zeichnet. |
Er bezieht sich auf Daten von den 154 Zentralbanken[38], die auf der Liste der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich stehen. Auf dieser Liste fällt auf, dass es in Afrika eine Zentralbank gibt, die für sechs Länder zuständig ist und eine andere für acht Länder. Und dann fällt auf, dass es ausser der Federal Reserve Bank[39] in Washington auch eine in New York gibt.
Die Fragwürdigkeit der Federal Reserve Bank wurde von G. Edward Griffin[40] in seinem Buch Die Kreatur von Jekyll Island: Die US-Notenbank Federal Reserve – Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf[41] beschrieben. Der Titel bezieht sich auf ein Treffen, das 1913 auf Jekyll Island statt fand und den Grundstein für die Federal Reserve legte. Der Autor ist ein Aktivist, der sich auf vielen Gebieten engagiert, auch als Filmproduzent. Hier ist die Kurzbeschreibung von Amazon: Wie soll ein Bankier die Macht über die Währung einer Nation bekommen, werden Sie sich jetzt fragen. Im Jahre 1913 geschah in den USA das Unglaubliche. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (Fed) ins Leben zu rufen – eine amerikanische Zentralbank. Doch diese Bank ist weder staatlich (federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen. Doch seit der Gründung des Fed hat der Dollar über 95 Prozent seines Wertes verloren! Sitzen dort also nur Versager, oder hat das Fed im Verborgenen vielleicht eine ganz andere Aufgabe und einen ganz anderen Sinn? — G. Edward Griffin enthüllt in diesem Buch die wahren Hintergründe über die Entstehung des Federal Reserve Systems und den eigentlichen Sinn und Zweck dieser Notenbank. Eine Kundenrezension empfiehlt das Buch als „ernüchternde Pflichtlektüre“:
- der erste Teil ist eine Abhandlung über das Geld als der Basis des Bankwesens und der Währung
- im zweiten Teil wird belegt, wie Zentralbanken (also auch die FED) zu Katalysatoren für Kriege werden
- im dritten Teil wird die Geschichte des Zentralbankwesens in den USA untersucht
- der vierte Teil wendet sich der Analyse und Wirkungsweise der FED nach ihrer Gründung 1913 zu.
Die Bekenntnisse eines Economic Hitman – Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia[42] von John Perkins[43] sind wohl genauso „ernüchternd“. Als „ökonomischer Auftragsmörder der USA“ war seine Aufgabe „mit viel Geld Regierungen von Dritte-Welt-Ländern in ein Netzwerk aus US-Interessen hineinzuziehen und sie in eine finanzielle Abhängigkeit zu befördern, die sie für die USA wirtschaftlich und politisch steuerbar macht“. Der Kommentar eines Kunden, der ihn seinem Zuhause in Palm Beach besuchte, endet mit den Worten: Wer in der EU diese Wirtschafts-Verbrechen einer Leitwährung toleriert – und nicht sofort den Euro absichert gegen die Hintermänner einer gefährlichen Raubwährung, darf sich nicht wundern wenn der neue Welbankpräsident statt dessen den Euro gegen die Wand fährt.
Ich setze meine Hoffnung ja auch auf die deutsche Fähigkeit zu denken und den europäischen Geist der Erkenntnis und Erleuchtung als Alternative zu Verdummung durch Hollywood und andere amerikanische Vermarktungs-Methoden.
Ob die Banker und Ökonomen der EZB und der Bundesbank in Frankfurt sich angesprochen fühlen? Ob man Die Kreatur von Jekyll Island bei ihnen zur Pflichtlektüre einführen könnte? Welche Zeitung ist genügend unabhängig, um eine Umfrage bei ihnen in Auftrag zu geben?
In unserer MultiMedia Welt gibt es natürlich auch Videos zu dem Thema:
- Freiheit für Faschismus[44] wurde von www.infokrieg.tv deutsch synchronisiert und von Aaron Russo[45] produziert. Als Geschäftsmann und Filmemacher wollte er herausfinden, ob es ein Gesetz gibt, aufgrund dessen Einkommenssteuern bezahlt werden müssen.Was er dabei herausfand, war um einiges bedrohlicher… und von Bedeutung für den gesamten Planeten.
- Money, Banking and The Federal Reserve[46] wurde vom Ludwig von Mises-Institute produziert und wird als das klarste Video zum Thema beschrieben
- Money as Debt[47] wurde von dem Kanadier Paul Grignon[48] geschaffen uns ist sehr populär geworden
- Wir haben Videos von zwei Forum-Treffen im House of Commons ins Web gestellt. Am 23. April 2009 ging es darum, die Rezession herauszufordern und am 23. Juni 2009 war das Thema unsere Early Day Motion, die an den Gründungsakt der Bank of England erinnert.
- Zeitgeist[49] ist ein Video in drei Teilen, der sich an Ideologien und Glauben wendet:
- Der Mythos des Christentums
- Die Terroranschläge vom 11. September 2001
- Das Zentralbankensystem und wie Bankiers von Kriegen profitieren.
Wenn man sich nicht nur über Geld sondern auch Währungen, nicht nur über Banken sondern auch Zentralbanken Gedanken macht, sollte man nicht vergessen, dass Zentralbanken die Aufsicht über das nationale Bankwesen haben. Mit unserer Early Day Motion 1207[50] werfen wir der Bank of England[51] vor, Gier, Risiko und Spekulation des Bankensystems nicht kontrolliert zu haben.
Wer wird sich zusammen tun, um der Europäischen Zentralbank (EZB) Vorwürfe zu machen? Worin werden die bestehen? Wie macht man eine Organisation von wer weiss wie vielen Angestellten für ihren Mangel an Ethik, Moral and sozialen Werten verantwortlich?
In einer Sitzung des Economic Affairs Kommittee[52] am House of Lords hörte ich, wie Jean-Claude Trichet[53], Präsident der EZB seit 1993, nach Rechenschaftspflicht (accountability) gefragt wurde. Darauf antwortete er, dass die Finanzministerien der europäischen Länder zweimal im Jahr eingeladen werden, aber meistens nicht kommen.
Das Monopol, Geld als Kredit zu kreieren
So wie Staatsbürger glauben, ihre Steuern finanzieren den Staat, so glauben Bankkunden, dass ihre Kreditzinsen Banken finanzieren. Dass weder das eine noch das andere stimmt, liegt wohl daran, dass es Absicht ist, dass wir das Falsche glauben, bzw. dass es im Interesse derer ist, die Mythen verbreiten, dass sie nicht aus der Welt geschafft werden. Letztlich ist es viel leichter, etwas zu glauben, was uns „glaubhaft“ vermittelt wird als es zu hinterfragen und uns unsere eigene Meinung zu bilden.
Die Webseite www.goruma.de veröffentlicht ein Glossar der Ökonomie, in dem das Wort Kredit[54] auch erklärt wird. Ein Kreditgeber ist ein Gläubiger, d.h. er muss daran glauben, dass sein Kreditnehmer sein Versprechen erfüllt. Ein Kreditnehmer ist ein Schuldner, d.h. er muss seine Schuld abzahlen. In einem Tauschring führt jede Transaktion zwischen zwei Partnern zu einem positiven und einem negativen Eintrag der vereinbarten Summe. Als Geber bekommt man ein Plus, als Nehmer ein Minus. Da man dieses Minus aber bei egal welchem Mitglied ausgleichen kann, verschuldet man sich der Allgemeinheit gegenüber.
Und das ist der entscheidende Unterschied: je kleiner die Mitgliedschaft, umso mehr fühlt man sich der Gemeinschaft verpflichtet, umso eher verhält man sich „sozial“. Wenn man die Verantwortung hat, „internationales“ Geld zu verwalten, ist man sich wohl selbst der nächste. Wie soll man sich Millionen von Europäern gegenüber verpflichtet fühlen? Man tut seinen Job, so gut wie möglich, damit Gehalt, Boni und Pension stimmen.
Warum sollte man sich darüber Gedanken machen, wie das Währungssystem zu gestalten wäre, damit es seinen Benutzern zum Segen und nicht zum Verderben wird? Man hat ja hehre Absichten. Banken und Zentralbanken haben ja ein Leitbild oder „mission statement“ . Was soll’s, wenn es nicht umgesetzt wird? Wen kümmert’s, wenn die Preisstabilität, die die alle Zentralbanken sich zum Ziel machen, innerhalb der Lebenszeit eines Menschen sich als Farce herausstellen? Es reicht, wenn man sich die Zahlen vierteljährlich, allenfalls jährlich oder über fünf Jahre anguckt.
Das Glossar definiert auch die Deutsche Bundesbank[55], und man erfährt, dass diese die Zentrale für die ehemaligen Landesbanken war, so wie die EZB die Zentrale für die nationalen Zentralbanken wurde. Es braucht nicht viel Vorhersehungsgabe, sich vorzustellen, dass es weitere regionale Banken und den dazu gehörigen Währungen als „Währungsgemeinschaften“ geben wird, so dass der IWF zur Zentrale aller Zentralbanken wird. Am 04.09.09 wurde Ein Geld, ein Markt – ein revidierter Bezugspunkt als Arbeitstext des IWF publiziert. Zwar soll es nicht die Ansichten des IWF vertreten, aber Gedanken sind frei, und Ideen kennen keine organisatorischen Grenzen.
Verzinsung oder Zinsfreiheit – das ist die Frage
Welch ein Unterschied zwischen dem Bargeld von Regierungen und dem Kreditgeld von Banken:
- Bargeld ist für den Endverbraucher zinsfrei
- es bringt Regierungen Seignoriage[56] als Einkommen
- es wurde durch nationalen Goldbesitz gedeckt
- Kreditgeld ist mit Zinsen für eine bestimmte Laufzeit behaftet
- es bringt seinen Schöpfern Zinsen[57] als Einkommen
- es wird durch Sicherheiten gedeckt, die vom Kreditnehmer geliefert werden müssen und vom Kreditgeber mit gesetzlicher Unterstützung eingeklagt werden können .
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_Bank
[3] http://www.themoneymasters.com/
[4] http://forumforstablecurrencies.info/
[5] http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13070
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923
[7] http://en.wikipedia.org/wiki/Quantitative_easing
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung
[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Cui_bono
[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz
[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Skull_&_Bones
[12] http://de.wikipedia.org/wiki/Freimaurer
[13] http://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_paine
[14] http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsdeckung
[15] http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskriminalit%C3%A4t
[16] http://forumforstablecurrencies.info/hit-by-the-crisis/room-17-an-open-letter-to-mervyn-king/
[17] http://www.honest-money.com/contact.asp
[18] http://www.honest-money.com/
[19] http://www.honest-money.com/redl iches_geld.htm
[20] http://hor.de/gedichte/friedrich_hoelderlin/patmos.htm
[21] http://en.wikipedia.org/wiki/Riba
[22] http://de.wikipedia.org/wiki/Goldpreis
[23] http://en.wikipedia.org/wiki/Norman_Smith_(politician)
[24] http://en.wikipedia.org/wiki/Labour_party
[25] http://monies.cc/forum/meetings/notes/99_11_04.htm
[26] http://www.honest-money.com/redliches_geld.htm
[27] http://de.wikipedia.org/wiki/City_of_London
[28] http://de.wikipedia.org/wiki/Greater_London
[29] http://de.wikipedia.org/wiki/Zeremonielle_Grafschaften_Englands
[30] http://de.wikipedia.org/wiki/Lord_Mayor
[31] http://de.wikipedia.org/wiki/Seignorage
[32] http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank
[33] http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=11669
[34] http://dollardaze.org/blog/?page_id=00002
[35] http://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Bernanke
[36] http://de.wikipedia.org/wiki/Leitw%C3%A4hrung
[37] http://dollardaze.org/blog/?post_id=00565
[38] http://www.bis.org/cbanks.htm
[39] http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_Bank
[40] http://de.wikipedia.org/wiki/G._Edward_Griffin#cite_note-0
[41] http://tinyurl.com/yab68mm
[42] http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570500667/naturalbeauty-21/302-8603092-7285626
[43] http://www.johnperkins.org/
[44] http://video.google.de/videoplay?docid=-2944018862821391727#
[45] http://de.wikipedia.org/wiki/Aaron_Russo
[46] http://video.google.ca/videoplay?docid=-466210540567002553&q=mises#
[47] http://www.moneyasdebt.net/
[48] http://paulgrignon.netfirms.com/MoneyasDebt/ProducersComments.html
[49] http://video.google.de/videoplay?docid=-2944018862821391727#docid=1338572241371195960
[50] http://edmi.parliament.uk/EDMi/EDMDetails.aspx?EDMID=38435&SESSION=899
[51] http://www.bankofengland.co.uk/
[52] http://www.parliament.uk/parliamentary_committees/lords_economic_affairs.cfm
[53] http://www.ecb.int/ecb/orga/decisions/html/cvtrichet.de.html
[54] http://www.goruma.de/Service/Glossaroekonomie/Kredit.html
[55] http://www.goruma.de/Service/Glossaroekonomie/Deutsche_Bundesbank.html
[56] http://de.wikipedia.org/wiki/Seigniorage
[57] http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsen











































[...] wie es „monetäre Aggregate“ von Tauschmittel zu Wertanlage gibt, so könnte es klare Trennungen nicht nur zwischen [...]
Vielen Dank für diesen Artikel! Mögen Sie noch mehr davon schreiben. Es ist sowas von unglaublich, was da passiert und noch unglaublicher, dass die allermeisten Menschen sich bloss über Details der heutigen Welt aufregen können aber nicht über dieses allem zugrunde liegende grösste Verbrechen aller Zeiten!!??!
Es bleibt zu hoffen, dass sich BEWUSSTSEIN bildet! Und dieses Bewusstsein sitzt nicht bloss im Kopf, sondern fordert uns als ganze Menschen!
Herzlichen Dank, liebe Sumaya,
Es ist wirklich unglaublich, dass es so lange “gut” gegangen ist. Und ohne das Netz ginge es vermutlich auch weiter als “business as usual”…
So kann sich aber das Bewusstsein bilden, ausbreiten und hoffentlich auch in sinnvolle Aktionen umsetzen!