Krise unseres Geldsystems und dessen Geldschöpfung?

Einladung zum Treffen des Berliner Innovationskreises

am 16. Juli 2010 in der Katholischen Akademie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Mitsuchende in Sachen Alternativen,

in Fortsetzung unseres derzeitigen Themenschwerpunkts: weitgehend verdeckte Hintergründe und Zusammenhänge der derzeitigen Finanz-,Wirtschafts- und Schuldenkrisen mit ihren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und deren Zukunft verstehbar zu machen, als auch politische Handlungsmöglichkeiten und Alternativen zu diskutieren, möchten wir Sie/Dich zum nächsten Treffen unseres

Berliner Innovations-Kreises:

“Alternativen in Arbeit, Technik, Betrieben und Regionen”

am 16. Juli wieder herzlich einladen. Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema:

Ist die heutige Finanz-und Wirtschaftskrise im Kern auch eine Krise unseres Geldsystems und dessen Geldschöpfung?

Inputgeberin: Sabine Kurjo McNeill, lebt und arbeitet seit mehr als 3 Jahrzehnten in London (und zeitweise auch in Buschow/Brandenburg). Sie ist nicht nur auf den Gebieten der Daten-/Bildverarbeitung, der systematischen Analyse komplexer Systeme und ihrer Visualisierung tätig (s.a. www.3d-metrics.com = 3D Metrics – Software for Seeing what You Want to Know, z. B. bei Terra Preta-Böden) engagiert, sondern auch auf Gebieten alternativer Geld- und Finanzsysteme (s. a. ihre Internetseiten: www.nationaleschulden.eu bis hin zu www.greencredit.org.uk = Green Credit for Green Growth).
So war sie u.a. bereits 1989 die Gründerin des ersten Tauschrings in London (Green Money Network), und Mitbegründerin der Campaign for Interest-Free Money am Global Café (1995) sowie des Forums for Stable Currencies mit Lord Sudeley am House of Lords (seit 1998).
Im Zusammenhang mit dem Thema: Mikrokredite hat sie u.a. in 2008 in London eine große Veranstaltung mit dem Friedensnobelpreisträger Dr. Muhammad Yunus organisiert.

In Sachen innovativer Wirtschafts- und Kreislaufkonzepte ist sie obendrein in Buschow/b. Rathenow höchst engagiert. Siehe dazu auch: www.buschow.wordpress.com = Buschow -ein kreatives und innovatives Dorf im Havelland.

Zeitpunkt unserer Veranstaltung: Freitag, d. 16. Juli 2010, Beginn: 19.00 h.

Ort: Clubraum 3 in der Katholischen-Akademie, Hannoversche Str. 5,
ca. 5 min. von der U-Bahnstation Oranienburger Tor entfernt.

Weiterer Hinweis:
Wie bei unseren Treffen üblich, steht für alle, die an Kontaktmöglichkeiten zu anderen Akteuren unseres Kreises interessiert sind, bereits ab 18.00 h wieder die Möglichkeit zum persönlichen Zusammentreffen und zum Erfahrungsaustausch. Auch werden uns diesmal wieder eine Auswahl von Getränken und ein Suppenangebot gegen Bezahlung (!) zur Verfügung stehen.

Zum Themenabend noch einige einführende Überlegungen:

Leben wir nicht in einer verwirrenden Zeit? In einer Zeit mit einem weitgehenden Mangel an Orientierung und Zukunftshoffnung? “Möge der Morgen nur nicht schlechter werden als das Heute“, trifft das bei uns nicht die Stimmung einer großen Zahl von Menschen?
Täglich erreichen uns Krisen- und Katastrophennachrichten aus der ganzen Welt. Doch da sie uns fast immer isoliert, d.h. ohne erläuternde Hintergründe und Zusammenhänge erreichen, machen sie allenfalls abstrakt betroffen und eher Angst, als daß sie Ansporn sind, nach möglichen Ursachen und Verknüpfungen auch zu uns zu suchen.
Noch vor kurzem erreichten uns alarmierende Nachrichten und Berichte darüber, daß wir uns in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929 befänden und daher unser kapitalistisches Finanz- und Wirtschaftssystem (einschließlich ihrer ideologischen Konstrukte) dringend verändert werden müßten, um zukünftige Krisen dieses Ausmaßes zu vermeiden.

Doch seither ist seitens der Politik so gut wie nichts geschehen. Auch in der Bevölkerung ist es indessen – wenigstens bei uns – erstaunlich ruhig. Ablenkung und Beruhigung sind angesagt (auch Sportereignisse können dazu beitragen). Doch Ruhe und Selbsttäuschung mögen allenfalls für Bänker, Politiker und Parteien von scheinbarem Vorteil sein, uns aber sollten sie nicht beschwichtigen.

Denn es gilt nicht zu vergessen und immer wieder ins Bewußtsein zu heben: Allein der Schutzschirm für die weltweit in die Krise gekommenen Banken hat doch die unvorstellbare Summe von 4.000 Mrd. (4 Bill) Euro weltweit betragen. Woher kam aber diese unvorstellbar hohe Summe, die da in so kurzer Zeit zur Rettung der Banken aufgebracht wurden? Sie wurden aus dem Nichts geschöpft, ohne entsprechende Wertschöpfung, ohne Gegenleistung! Für weitere Konjunkturpakete wurden allein in den 20 G-Staaten zusätzlich mehr als 1,13 Bill. Euro herbeigezaubert.

Erkauft wurde die Rettungsaktion für das in die Krise gekommene Banken- und Finanzsystems mit dem größten Anstieg der Staatsverschuldung in Friedenszeiten. Und so wurde aus der Bankenkrise eine Schuldenkrise der Staaten. Diese aber werden wir in naher Zukunft immer stärker zu spüren bekommen. Während aber über die Banken-und Finanzkrise immer weniger zu vernehmen ist, wird die öffentliche Meinung gezielt auf die Schuldenkrise des Staats umgelenkt. Wir hätten ja über unsere Verhältnisse gelebt. So werden Ursachen und Hintergründe geschickt vernebelt.

In Sorge um unsere Zukunft und die unserer Gemeinwesen stehen wir heute vor der Herausforderung, die Diskussion wieder auf die Ursachen und Hintergründe der Banken- und Finanzkrise zu lenken.

Diese Krisen haben im Kern etwas mit Geld zu tun. Geld ist wie Energie. Woher aber kommt sie und wie kann sie zum Nutzen unserer Menschen, unserer Gesellschaften, zur Sicherung unser aller Zukunft geschöpft und gelenkt werden?

Diese Fragen und der damit verbundene Erkenntnis- und Suchprozess werden diesmal im Mittelpunkt unserer Veranstaltung am 16. Juli mit Sabine Kurjo McNeill stehen.

Beteiligen wir uns daran, denn es betrifft uns alle.

In diesem Sinne hoffen wir wieder auf eine rege und konstruktive Diskussion und
verbleiben

mit freundlich-kollegialen Grüßen
und besten Wünschen für erholsame Sommerferien

Udo Blum und Hartwig Paulsen

alternativen@G-IBS.de

NS: Die dann folgende Veranstaltung findet nach der Sommerpause am 3 Sept. statt

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2 Antworten

  1. [...] vertraulichen Gutachten hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung die Schuldenpolitik der Länder analysiert. Wir zeigen, welche Neuverschuldung, die nicht konjunkturell bedingt ist, in [...]

  2. [...] eine Globale Bankensteuer konnten sie sich nicht einigen. EUObserver 28 June 2010: US-Präsident, Barack Obama, begrüßte [...]

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