Das Thema in Stichpunkten

Das Wesentliche in “Punktsprache” :

Stichpunkte: Geld, Politik und Wirtschaft

1. Zu Währungen und Geld

  • Währungen sind für Zentralbanken und Nationalstaaten, was Geld für den einzelnen ist: Tauschmittel, Wertanlage und Instrument, andere zu dominieren und zu manipulieren.
  • Bargeld wird zinsfrei von Nationalstaaten herausgegeben und repräsentiert höchstens 3% des gesamten Geldes, das im Umlauf eines Staates ist.
  • Kreditgeld wird gegen Zinsen von Zentralbanken und anderen finanziellen Institutionen herausgegeben – ex nihilo – aus dem Nichts, und repräsentiert den Rest von etwa 97% des Geldes, das im Umlauf ist.
  • Je mehr Kreditgeld im Umlauf ist, umso mehr “Zinsgeld” wird gebraucht.
  • Das exponentielle Wachstum von Zins und Zinseszins sorgt für mehr und Bedarf an “Zinsgeld”.
  • Sowohl Bargeld als auch Kreditgeld müssen die Funktion von “Zinsgeld” erfüllen.
  • Damit wird aus der Tauschfunktion des Geldes für Handel, eine Kontrollfunktion der Kredite: für die Zentralisierung von Globalisierung und Privatisierung – der Finanzwirtschaft und der Realwirtschaft.

Wirtschaftskreise

2. Zu Politik und Wirtschaft

  • Politiker glauben, Geld entweder leihen oder aus Steuern eintreiben zu müssen; sie “vergessen” die Macht des Staates, Geld zu drucken, da diese von  Ökonomen, Bankern, und vor allem Zentralbankern, nicht erwünscht wird.
  • Spätestens seit dem zweiten Weltkrieg haben Banker mehr und mehr Regierungen davon überzeugt, dass sie sich Geld als “nationale Schulden” leihen müssen.
  • Diese Anleihen sind Kreditgeld, für das sich der Staat “Zinsgeld” vom Steuerzahler holt.
  • Der Steuerzahler weiss nicht, wie ihm geschieht, wenn alles teurer wird, weil jeder hinter Kreditgeld und Zinsgeld herrennt.
  • Der Mythos von politischer Demokratie wird überschattet von der Realität einer wirtschaftlichen Tyrannei, die von angelsächsischen Kapitalisten geschürt wird.
  • Wenn Banken aufhören, “Geld zu drucken”, haben wir eine “Kreditkrise”.
  • Wenn Staaten aufhören, Banken zu regulieren, haben wir die Globalisierung von Armut, die Konzentration von Macht und die Herrschaft der finanziell Stärksten.

3. Wie Europa es besser machen könnte

  • So wie es “monetäre Aggregate” von Tauschmittel zu Wertanlage gibt, so könnte es klare Trennungen nicht nur zwischen Bargeld und Kreditgeld sondern auch Zinsgeld geben, das der Staat herausgibt – allerdings nicht als Boni an Banken, sondern zum Ankurbeln der Realwirtschaft. Siehe Green Credit for Green Purposes, unsere Eingabe an das Treasury Select Committee.
  • So wie Inflation und Bruttosozialprodukt (BSP) zu den alltäglichen wirtschaftlichen Massen gehören, so sollten die Verhältnisse von Bar-, zu Kredit- und Zinsgeld ständig veröffentlicht und verbessert werden.
  • So wie Contraction & Convergence für das pro Kopf Messen von CO2 Emissionenen kämpft, so sollten pro Kopf Schulden in alle Statistiken aufgenommen werden, und jedes Land sollte danach streben, das am wenigsten verschuldete zu sein!

4. Wenn Geld zum Mass aller Dinge geworden ist, das Geld selbst “schlecht” ist und ausserdem schlecht gemessen wird

  • Geld ist “schlecht” geworden, weil es zum Kontrollieren, d.h. Eintreiben von Steuern, Zinsen oder anderen “gesetzlichen Abgaben”, aber nicht zum Tauschen degradiert worden ist
  • Geld wird mit Inflation gemessen, ohne dass der Unterschied gemacht wird zwischen “monetärer” und “Preis”-Inflation
  • monetäre Inflation betrifft die Erweiterung der Menge einer Währung, die im Umlauf ist
  • Geld ist das Mass aller Dinge geworden, weil es zur Befriedigung unserer Grundbedürfnisse nötig geworden ist: zum Essen und Wohnen
  • Messen fasziniert mich, seit ich mich intensiv mit Metrologie befasst und Software-Methoden entwickelt habe, mit denen man “am Bildschirm messen” kann; meine Firma heisst deshalb 3D Metrics.

5. Ähnlich gesinnte deutschsprachige Links

6. Wichtige englisch sprachige Links

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2 Antworten

  1. Liebe Sabine,

    ich finde die Seite zusammen mit dem Artikel “Staatsschulden gefährden Weltkonjunktur” sehr interessant. Allerdings überlege ich gerade, wie es denn wäre, wenn der Staat soviel Geld druckt, dass er seine Schulden damit bezahlen kann. Kämen wir dann nicht in die Inflation? Irgendwie kann ich das gerade nicht weiterdenken. Aber wenn so viel Bargeld “rumfliegt”, muss es doch, nach Bezahlen der Schulden auch irgendwie wieder wegkommen, oder? Welchen Aspekt hab ich jetzt übersehen?

    Herzliche Grüße,
    Sandra

    • Also, liebe Sandra,

      Geld fliegt NIE rum. Es wird von dem, der es kreiert, jemand anders gegeben, der damit was macht.

      Inflation ist leider ein Mythos. Wir haben naemlich “Inflation” der Geldmenge, d.h. der Menge des KREDITgeldes, das in Umlauf gebracht wird.

      Wenn man aber Inflation nur an PREISerhoehung misst, und vor allem so kurzfristig wie’s gemacht wird, dann wird einem die ‘wahre’ Inflation verschwiegen…

      Das Erstrebenswerte an den Schulden sind ja die ZINS-, nicht die Rueckzahlungend des Kapitals!…

      Ob das hilft???

      Herzlichst,

      S

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